Der Artikel „if gamers ran the world“ beschäftigt sich mit den Skills, die man als Gamer in Führungspostionen einbringen könnte. Als leidenschaftlicher Gamer kann ich vieles gut nachvollziehen, obwohl ich mit meinen 42 Jahre eigentlich zur pre-Gamer-Generation gerechnet werde (oder generisch „Alter Sack, der eh keine Ahnung von Web 2.0 und Technik hat“, wie zum Beispiel hier nachzuhören).
Ich sehe aber doch auch sehr deutlich, dass viele Dinge einfach momentan deshalb ins Schleppen kommen, weil der geistige Wille fehlt sich auf neue Dinge einzulassen. Ich habe das zum Beispiel auch in Pausengesprächen beim Behördentag mitbekommen, als sich viele über das Unvermögen von Entscheidern beklagt haben, die Vorzüge von Chats und Wikis im Behördenumfeld zu erkennen. Von Twitter darf man da eh nicht anfangen, das scheitert schon daran das dahinterstehende Konzept zu erkennen…
Ich denke auch, dass das viele aktuelle Entwicklungen in der Politik erklärt: Das Unvermögen, die aktuellen technischen Entwicklungen zu verstehen, erzeugt Angst. Und wenn man auch noch die Macht hat, diese Angst-auslösenden Dinge zu unterbinden, dann tut man das auch mehr oder weniger unbewusst. In einer Behörde kann der Leiter (oder seine Grauen Eminenzen) einfach noch sagen: „Brauchen wir nicht, machen wir nicht.“ In der Politik muss man allerdings noch „Begründungen“ nachschieben und ist sich dann auch nicht zu schade, Anschläge in Indien als Begründung für die Überwachung der deutschen Bevölkerung heranzuziehen.
Ich bin zwischenzeitlich zu der ernüchternden Erkenntnis gelangt, dass sich dies wirklich erst mit der nächsten oder übernächsten Generation ändern können wird. Genau in diese Kerbe schlägt auch der Artikel „if gamers ran the world“. Er führt detailliert aus, welche Skills einem durch Videospiele vermittelt werde, die auch in Führungsaufgaben wichtig sind.
Gamers haven’t just mastered in-game communication, though. they’ve also learned how to organise and manage large groups of people to get playing. You see this a lot in clan and especially MMO guild management. It takes a lot of effort to keep a large group of people motivated to play a game, and to encourage them, and to get them to actually turn up on time and in enough numbers to make running an instance or raid worthwhile. It becomes a kind of management, and it’s something that employers are taking notice of. There are already stories about people being hired not just for their business skill, but also for their experience managing large raiding guilds.
if gamers ran the world
Damit machen Spiele eigentlich nichts anderes, als sie immer schon gemacht haben. Sie vermitteln Strategien für das „wahre Leben“.
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