Es war alles schon mal da: Vor 40 Jahren verdammte man die Groschenromane, allen voran „Perry Rhodan“ als verderblich für die Jugend:
Update:
Die Hintergründe zu Perry Rhodan, Monitor und dem damaligen Zeitgeist beschreibt Martin in seinem Blog sehr detailliert.




Danke für den interessanten Link Norbert wieder mal ein Beweis für die journalistische Kompetenz von Monitor.
Ich habe über 1000 Hefte fast alle Silberbände und Romane aller Art aus dem PR Universum gelesen glaube aber die müssen ein anderes PR als ich meinen.
Sehe nur ich da irgendwie Paralelen zur Killerspielhetze?
Hallo Wally,
keineswegs! Der Bericht zeigt sehr deutlich, wie man durch einen entrüsteten Kommentator, einen „Experten“ und entsprechend selektive Berichterstattung ein Meinungsbild erzeugen kann.
Dinge die nicht ins Konzept passen, werden ignoriert, wie zum Beispiel Gucky oder die eigentliche Friedfertigkeit der Haluter, wo ja kurz ein Bild von Icho Tolot zwischen Waffen und Explosionen geschnitten wird.
Da hat sich leider nicht all zu viel verändert. Wie den Monitor-Redakteuren unterstelle ich auch vielen Medienschaffenden heute keine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Materie.
Im Gegenteil sogar, während ja Monitor sei jeher von Sendungsbewusstsein triefte (und das meine ich durch aus positiv!), sind viele Medien heutzutage auf kommerziellen Erfolg getrimmt. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Thema bringt nun mal keine hohe Klickrate auf einen Artikel.
Es liegt aber natürlich an der geistigen Beweglichkeit des Publikums. Für viele müssen Medien eine affirmative Funktion erfüllen, d.h. bestehende Weltbilder verstärken und bestätigen.
Leider ließ ja auch der deutsche Bundespräsident diese Gelegenheit nicht ungenutzt an sich vorüberziehen, in dem er in einer Rede „den gesunden Menschenverstand“ als Beweis für die Gefährlichkeit gewalthaltiger Spiele heranzog. Aber dazu vielleicht mal später mehr.